Inkontinenz
25. September 2023

Gesundheit in der Schwangerschaft

Der Umgang mit Inkontinenz

Inkontinenz ist ein häufiges Problem, das während der Schwangerschaft auftritt und sich auch nach der Geburt fortsetzen kann. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Einerseits beansprucht die wachsende Gebärmutter die Beckenbodenmuskulatur, die Bänder und die Blase selbst. Andererseits werden während des Schwangerschaftsverlaufs Hormone freigesetzt, die das Bindegewebe und die Muskulatur elastischer machen. Dies geschieht, um die bevorstehende Geburt zu erleichtern, hat jedoch zur Folge, dass die Muskulatur weniger effektiv die Organe im Becken stabilisieren kann. Hinzu kommt, dass die gesteigerte Durchblutung des Beckenraums während der Schwangerschaft die Produktion von Urin durch die Nieren erhöht.

Auch nach der Geburt tritt Blasenschwäche häufig auf, da die Beckenbodenmuskulatur während des Geburtsvorgangs stark beansprucht wird und dadurch erschlafft. Dies kann dazu führen, dass sie den Schließmuskel der Harnröhre nicht mehr ausreichend unterstützt, was als Belastungsinkontinenz bekannt ist.

Wie äußert sich Blasenschwäche während der Schwangerschaft?
Mit dem Wachsen der Gebärmutter wird Druck auf die Blase ausgeübt. Dies kann dazu führen, dass schwangere Frauen häufiger den Drang verspüren, zur Toilette zu gehen. Ab dem vierten Monat tritt normalerweise eine Entspannung ein, wenn sich die Gebärmutter aus dem Becken in den Bauchraum ausdehnt und der Blase mehr Platz lässt. Etwa ab dem siebten Monat kann die Blasenschwäche jedoch wieder auftreten, und Frauen müssen während der Schwangerschaft auch nachts häufiger auf die Toilette. Die belastete Blase kann nur noch wenig Urin aufnehmen, was dazu führen kann, dass beim Lachen, Niesen oder Husten Urin unkontrolliert abgeht.
Bei einer Belastungsinkontinenz nach der Schwangerschaft kann sich die Blasenschwäche auch so äußern, dass der Urin in größeren Mengen abgeht.

Wenn es um Inkontinenz während der Schwangerschaft geht, ist es nie zu früh, Maßnahmen zu ergreifen. Gezielte Beckenbodengymnastik kann dazu beitragen, den Beckenboden präventiv zu stärken, um den Belastungen während der Schwangerschaft besser standzuhalten. Nach der Schwangerschaft ist es wichtig, die beanspruchte Beckenbodenmuskulatur durch spezielle Rückbildungsgymnastik wieder zu stärken.

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